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Kleefelds Unternehmer begrüßen den neu gestalteten Kantplatz

07. August. 2012 15:19

Von: Winfried Mokrus


Rubrik: Kleefeld

Den neu gestalteten und umgebauten Kantplatz in Kleefeld weihte der 1. Stadtrat Hans Mönninghoff gemeinsam mit Georg Fischer, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Buchholz-Kleefeld, in Dabeisein einer Abordnung der Kleefelder Unternehmer und vieler weiterer Bürger, am Freitag, den 3. August 2012 ein.



Einweihungsansprache 1. Standtrat Hans Mönninghoff und Stadtbezirksbürgermeister Georg Fischer



Angenommen: die neuen Bänke waren sofort besetzt



Bänke mit Inschrift



Der Blick über den neugestalteten Kantplatz



Kleefelds Bürger freuen sich


Der rund 3.500 qm große denkmalgeschützte Platz wurde unter Federführung des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün im Rahmen des Programms "Hannover schafft Platz" in zwei Bauabschnitten umgebaut Ines Peterseim (32), Vertreterin des Unternehmerverein Wir sind Kleefeld e.V.: „Es hat lange gedauert bis die Arbeiten am Kantplatz  abgeschlossen waren, nun ist zusammen mit dem Hochbahnsteig so etwas wie eine neue Kleefelder Mitte entstanden. Wir sind als Unternehmer und als Bürger für das lange Aushalten belohnt worden“. Rechtsanwältin Petersheim, die mit Ihrer Kleefelder Kanzlei in der Breithauptstraße direkt von den vielen städtischen Bauarbeiten betroffen war, vertrat die den Vorstand des Unternehmervereins Wir sind Kleefeld e.V..

Vertreterinnen für "Wir sind Kleefeld": Ines Peterseim und Simone Kroker-Meyer-Schell
von der Kleefelder Kanzlei im Gespräch mit Hans Mönninghoff (li.) und Georg Fischer
(re).



Bereits seit dem Winter 2010/11
waren in Zusammenhang mit dem Ausbau des neuen Hochbahnsteigs für die Stadtbahnlinien die Telefonsäule und das Buswartehaus erneuert und neu angeordnet worden. Der Kantplatz selbst erhielt auf seiner Nordseite an der Kirchröder Straße eine neue Pflasterung. Die Bushaltestelle sowie die Einmündungen in den Kantplatz wurden umgebaut. Im Buswartehaus wurde der Schriftzug "Was darf ich hoffen?" (eine der "Kantischen Fragen") installiert. Insgeheim wird sich jeder Kleefelder diese Frage mit dem Wunsch nach „Grün“ an Fußgängerüberquerung der Kirchröder Straße, an der Hochbahnhaltestelle der Stadtbahn beantworten.

Frühjahr 2012: Die Arbeiten zur Erneuerung des Kantplatzes begannen.
Dabei wurde die Platzfläche, direkt im Anschluss an den ersten Bauabschnitt im Norden des Platzes, erweitert und als wassergebundene Decke hergestellt. Sie bietet nun neue Möglichkeiten zum Aufenthalt und Verweilen auf Bänken und skulpturartigen Großkieseln aus Beton. Warum diese Aufenthaltsfläche allerdings als wassergebundene Decke ausgeführt wurde, bleibt offen. Bekannt ist, das wassergebundene Decken wesentlich anfälliger für Erosion sind, da bei starken Regenfällen das Material abgetragen werden kann. Werden die Flächen nicht laufend unterhalten, so entstehen schnell größere Schäden, auch weil die Flächen schnell von Pflanzen besiedelt werden, deren Wurzeln die Oberflächen aufbrechen. Die Unterhaltskosten von wassergebundenen Flächen liegen gegenüber denen von befestigten Flächen um ein Vielfaches höher.

Eröffnungsansprachen    ...und schon die ersten Verbesserungsvorschläge
Bei seiner Einweihungsansprache dankte der 1. Stadtrat Hans Mönninghoff allen Beteiligten, insbesondere den Geldgebern bei Stadt und Bezirksrat. Den besonderen Bezug zum Namensgeber des Platzes, Immanuel Kant, so Mönninghoff,  bilden die Ausstattungselemente, auf denen die "vier kantischen Fragen", die das Lebenswerk des Philosophen Kant geprägt haben, installiert wurden:  Neben dem bereits erwähnten "Was darf ich hoffen?". steht "Was soll ich tun?" und "Was ist der Mensch?" auf den Betonsockeln der Sitzbänke und "Was kann ich wissen?" auf einem der drei skulpturalen Großkiesel. Simone Kroker-Meyer-Schell (54), ebenfalls von der Kleefelder Kanzlei: „Trotz der kantischen Fragen empfände ich es als grandios , wenn wir zusätzlich noch eine Büste des Philosophen auf unseren neuen Platz bekämen – dann wär´s wirklich rund“.

Bezirksbürgermeister Georg Fischer brachte in seiner kurzen Eröffnungsansprache seinen Stolz zum Ausdruck, „auf alles was vollbracht wurde. Der Kantplatz macht jetzt einen geruhsamen Eindruck und lädt zum Verweilen ein“. Die Eröffnung wurde abgerundet durch einen kurzen Gospel-Auftritt des „Joyful Noise Chor“, dessen Stimmen wirklich gut zur Eröffnung des neugestalteten Kantplatzes passten.

Joyful Noise Chor: Freundliche Musik zu einem gelungenen Tag


Weitere Neuerungen auf dem Kantplatz:
An den Längsseiten des Kantplatzes  erlauben nun Bänke einen Blick auf die Grünfläche und die umgebenden Gebäude mit ihren sehenswerten Fassaden. Im Nordwesten wurde eine Linde als Ersatz für einen gefällten Bergahorn gepflanzt. Im Herbst 2012, nach dem Kleefelder Halloweenfest der Unternehmer von „Wir sind Kleefeld“, werden zudem auf der Grünfläche rund 4.500 weiß blühende Narzissen gepflanzt, die den Platz dann im Frühjahr 2013 erblühen lassen.Der Umbau des Kantplatzes hat insgesamt 110.000 Euro gekostet.

Für die Kleefelder bleibt nun zu klären, welche Nutzungsformen des Kantplatzes sich als hilfreich oder schädlich für die gewünschte Aufwertung des Areals erweisen. Eine wirkliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Kantplatzes ist nur realisiert, wenn der Platz ein allseits beliebter Treffpunkt aller Bürger ist.  Wenn der übermäßige Alkoholkonsum oft anwesender Problemgruppen das Nutzungskonzept, wie in der Vergangenheit oft geschehen, eingeschränkt, muss reagiert werden. Welche Wege dabei beschritten werden, ist je nach parteipolitischer Lesart aus Sicht des Stadtbezirksrats und der Stadtverwaltung unterschiedlich.