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Steigende Spannung vor der Bürgerinformation

15. März. 2016 14:19

Von: Winfried Mokrus


Rubrik: Kleefeld

Nach den deutlichen Zugewinnen der Alternative für Deutschland (AfD) in den drei Landtagswahlen ist damit zu rechnen, dass diese Partei auch bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 eine größere Rolle spielen wird. Da ist es interessant, wie die Bürger des Stadtbezirks Buchholz-Kleefeld auf die Bürgerinformation von OB Schostok und Stadtbezirksbürgermeister Hofmann zum weiteren Bau eines mindestens 400 Personen fassenden Leichtbauhallen-Flüchtlingsheims in der Milanstraße reagieren wird.



Landschaftlich schön gelegen, aber bereits von vielen Bäumen befreit: das Gelände der kommenden Flüchtlings-Leichtbauhallen.



Ankündigung der Bürgerinformation bei den den direkt anliegenden Schrebergärtnern.



Unsicherheit über das Kommende macht sich bei "Laubenpiepern" und Anwohnern breit.


Auf der ca. drei Fußballfelder großen Fläche zwischen Leddinweg und Gimpelsteg (in Nord/Süd-Richtung) wurden bereits alle Bäume entfernt. Direkt zwischen Milanstraße und Mittellandkanal (in West/Ost-Richtung) werden mehrere Leichtbauhallen zur Unterbringung von mindestens 400 Flüchtlingen erstellt. Doch die Anlieger, Schrebergärtner und Reihenhausbesitzer, sind skeptisch: Zu gut ist den Bewohnern des Stadtbezirks Buchholz/Kleefeld noch die gemeinsame Ankündigung des Oberbürgermeisters, des Baudezernenten, des Sozialdezernenten und zuletzt des amtierenden Stadtbezirksbürgermeisters noch in den Ohren, dass im Flüchtlingsheim Oststadtkrankenhaus "nur" 400 Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Später wurden es 800 und mehr.

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtbezirksbürgermeister Henning Hofmann
wollen nun die Groß-Buchholzer auf die Errichtung des Erstaufnahmelagers Milanstraße vorbereiten. Dabei wird über die Sachlage informiert, nicht diskutiert. Doch die Rahmenbedingungen für die Kommunalpolitik vor dem Hintergrund der kürzlichen Landtagswahlen sind keinesfalls rosig. Die Bürger, so die Wahlexperten nach der Wahl, fühlen sich von der handelnden Politik nicht ernst genommen. Es wird zu beobachten sein, ob in Hannover die kommenden Herausforderungen gemeinsam im Dialog geklärt und gemeinsam anpackt werden können. Die Einladung der Bürger am Donnerstag, dem 17. März 2016 in die Aula der IGS Roderbruch um 18.30 Uhr ist ein Stimmungstest vor der Kommunalwahl am 11. September 2016. Es wird sich mit Blick auf die im Umfeld des Roderbruchs liegenden Flüchtlingsheime zeigen, welche Kontingente die AfD im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld zu erzielen vermag.

Ein Anlieger vor Ort, der nicht genannt werden möchte, kommentiert: "Wenn die Stadt erst einmal solche Hallen für Flüchtlinge baut, werden sie jahrelang stehen bleiben. Ob wir das haben wollen, darüber stimmen wir ab. Bei der Kommunalwahl".

Download der Einladung von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtbezirksbürgermeister Henning Hofmann/dem Stadtbeziksrat zur Bürgerinformation am 17. März 2016 (50 kB - hier klicken).