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Donnernder Applaus - Konzertevent „Ohren auf für Albert Schweitzer“

19. Januar. 2018 10:19

Von: Winfried Mokrus


Rubrik: Kleefeld

[Hannover] Hannoversche Schüler spielen zu Ehren Albert Schweitzers vor großem Publikum auf der hannoversche Marktkirchenorgel / viele begeisterte Besucher – Albert Schweitzer hätte es immens gefreut. Anlässlich seines 143. Geburtstags führte das Albert-Schweitzer-Familienwerk am 13. Januar 2018 ein musikalisches Jugend-Stelldichein in Hannovers Marktkirche auf:



Der 10-jährige Jonathan Bünemann, Schüler des Kaiser-Wilhelm Ratgymnasiums in Klassestufe 5, beim Eröffnungsspiel an der Großorgel.



Blick in das gutgefüllte Kirchenschiff der Marktkirche.


Das Konzertereignis, bei dem junge Schüler der IGS Bothfeld Lesungen hielten und junge Orgelschüler im Alter von 10 und 12 Jahren am Spieltisch der großen Marktkirchenorgel saßen, beeindruckte die rund 450 Besucher. Ein donnernder Applaus wurde jedem Akteur zuteil.

Die Choreographie des Events begann mit einem Paukenschlag. Das Praelu-dium in C-Dur von Johann Sebastian Bach erklang, die große Videowand schaltete mit Verzögerung an …und zeigte überraschend für die Zuhörer den 10-jährigen Jonathan Bünemann am Spieltisch. Das Orgelspiel gekonnt, die Bedienung der Manuale und Pedale, der Registerzüge, souverän. „Ich spiele so, als wenn ich alleine bin“, sagte der kleine Künstler hinterher und winkte nach seinem Stück den Zuhörern im Kirchenschiff munter über die Übertragungskamera zu.

Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorstandvorsitzenden des Albert Schweitzer Familienwerks, Herrn Dr. Omar Mahjoub, und einem Videogrußwort von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, setzte sich das jugendliche Orgelspiel fort: Jonatan Rudloff, ein 12-jähriger Schüler von der St. Ursula Schule trug am Orgeltisch das Praeambulum F-Dur des deutschen Barock-Komponisten Vincent Lübeck vor. Es folgte der 12-jährige KWR-Schüler Julian Becker, der eine Themenvariation von Jehan Alain spielte.

Durch die hervorragende Überleitungen des ASF-Moderators Jörg Grabowsky wurden die Musikstücke für das Publikum historisch und musikalisch eingeordnet. Grabowski passte auch die Lesungen der IGS Bothfeld-Schüler Luca Gratz und Lilly Schöppe wortgewandt in das Programm ein. Die beiden 11- und 12-jährigen Schüler der IGS Bothfeld hatten den dortigen Vorlesewettbewerb der Klassen 6 gewonnen und bereicherten den Abend mit je einer hervorragend gehaltenen Lesung aus „Mein Leben mit Albert Schweitzer“.

Gute Zuschauerresonanz: Der Innenraum der Marktkirche
Als das kurzweilige Event nach rund 90 Minuten mit dem ebenfalls per Video in das Kirchschiff übertragenen Orgelspiel des Cheforganisten Ulfert Smidt endete, waren die Besucher insbesondere nach der Toccata Op 14 von Louis Vierne vollends begeistert. Die persönliche Danksagung der Organisatoren an die jungen Musiker und Vorleser fand vor versammeltem Publikum statt. Dieses bedankte sich nochmals mit donnernden Standing Ovations.

Das Konzertreihe „in memoriam Albert Schweitzer“
wird nach diesem Erfolg am 13. Januar 2019 in Hannovers Marktkirche erneut durchgeführt. Vorschaltet wird möglicherweise wieder eine Orgelführung für Interessierte. Überraschende Neuerungen sollen ständiger Begleiter der Konzertreihe sein.

Vier Jungen (Julian Becker, Jonatan Rudloff, Jonathan Bühnemann und Luca Gratz) mit den Organisatoren und Sponsor Forum Hannover Nordost.



Hintergrund: Albert Schweitzer
* 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Elsass; † 4. September 1965 in Lambaréné, Gabun) war ein deutsch-französischer Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist und Pazifist. Schweitzer gründete ein Krankenhaus in Lambaréné im zentralafrikanischen Gabun. Er veröffentlichte theologische und philosophische Schriften, Arbeiten zur Musik, insbesondere zu Johann Sebastian Bach, sowie autobiographische Schriften in zahlreichen und vielbeachteten Werken. 1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zuerkannt, den er 1954 entgegennahm.
Quelle: www.albert-schweitzer-zentrum.de

Hintergrund II: Albert-Schweitzer Familienwerk e.V.
ist eine starke Gemeinschaft in der rund 900 Mitarbeiter mehr als 2.500 Menschen in ambulanten und stationären Einrichtungen betreuen. Der Name ist Konzept: In elf niedersächsischen Städten und Gemeinden wurden regionale Dienstleistungszentren für Menschen geschaffen. Der gemeinnützige Verein bietet individuelle Hilfen für Kinder und Jugendliche, alte, kranke und behinderte Menschen. Viele Menschen vertrauen in den einzelnen Einrichtungsteilen auf die familienähnlichen Strukturen; ein großes Gemeinschaftswerk für hilfebedürftige Menschen: das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.
Standorte sind Alt Garge, Bad Gandersheim, Bleckede, Celle, Göttingen, Hannover, Her-mannsburg, Holzminden, Lüneburg, Northeim und Uslar.
Quelle: www.familienwerk.de