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Wildschweinbraten ohne Hinkelstein

29. Januar. 2013 00:00

Von: Winfried Mokrus


Rubrik: Kleefeld

Der Bürgerverein Kleefeld rief und viele kamen: Rund 70 Besucher wollten am 18. Januar 2013 in der Werkstatt Süd am beliebten Wildschweinessen der Kleefelder Vereine teilnehmen. Die Veranstaltung, die 2010 zur Kontaktpflege im Stadtteil unter den Vereinen, Organisationen, Parteien, Religionsgemeinschaften und Kaufleuten erstmals durchgeführt wurde, erfreut sich immer größerer Beliebtheit und steht auch "Normalos" offen.



Gut besucht: Das Wildschweinessen der Kleefelder Vereine hatte Mitte Januar 2013 eine gute Resonanz.



Schlagenstehen zum Nachtisch: Der Wunsch nach Bratapfel war deutlich zu spüren.


Die Resonanz war erwartet gut: Wie im Vorjahr waren fast alle Plätze in der Werstatt-Süd belegt Vertreten unter den Gästen war der Vertreter der Kirchröder Bürgervereins, die Bezirksmanagerin und die die Vorsitzenden und Vorstandsvertreter der Kleefelder und auch Groß-Buchholzer Vereine.

Das gemeinsame Wildschweinessen
bestand aus einer Kartoffelcremesuppe mit Majoran, einem sehr leckeren Wildschweinbraten mit Rot- und/oder Rosenkohl und Salzkartoffeln. Abgerundet wurde das für alle gleiche Menue mit einem gebackenden Bratapfel mit Marzipanfüllung. Alles in allem eine gelungene Verköstigung, die die eingesetzten € 18,- pro Nase allemal Wert war.

Musikalisch bereichert wurde das Zusammensein vieler Kleefelder und -im Falle des Pinkenburger Kreiser Kreises: Groß-Buchholzer - Vereinsvorsitzenden von dem Kleefelder Spargelquartett, das nebenklassischen Stücken auch Folk und Evergreens spielte. So wurde Frank Sinatras "My way" mit donnerndem Applaus bedacht.

Gekonnte musikalische Begleitung: Das Spargelquartett


Eigentliches Highlight des Abends,
der ein wenig den Rahmen eines Neujahrsempfangs hatte, war die kurze Ansprache des Vorsitzendn des Bürgervereins Kleefeld, Rainer Voltmer. Dieser kündigte an, eine bereits 1927 erschienende Festschrift zum 40. Jubiläum des damaligen Kleefelder Bürgervereins zu veröffentlichen.

Interessant war dabei, dass längst vergessen geglaubten Fakten über Kleefeld durch das Wiederauftauchen dieser alten Festschrift ans Tageslicht kamen.

So soll danach:

- Kleefeld Anfang des 19. Jahrhunderts als Hofarbeiter-Kolonie eines napoleonischen Offiziers gegründet worden sein
- erst um 1850 der Bau einer Bürgerschule angegangen worden sein
- 1859 die Eingemeindung nach Hannover erfolgen, weil man in Kleefeld den Bau der Schule nicht beenden konnte
- 1887 tatsächlich ein Bürgerverein Kleefel gegründet wurde
- 1892 der Magistrat Hannovers beschlossen haben, 20 öffentliche Wasserzapfstellen in Kleefeld einzurichten
- 1909 der Erfolg verbucht worden sein, endlich eine Apotheke in Kleefeld einzurichten
- trotz sicherlich vieler Böse Buben erst 1907 eine Polizeiwache eingerichtet worden sein
- trotz Bahnanschluß erst 1912 ein Bahnhof in Betrieb genommen worden sein
- die Tätigkeit des Bürgervereins Kleefeld während des 1. Weltkriegs zum Erliegen gekommen sein
- die Feier zum40. Bestehen des Vereins ein rauschendes Fest gewesen sein.


Man ist gespannt, was insbesondere letzteres für den heutigen Bürgerverein bedeutet... Der Nachdruck der Festschrift aus dem Jahr 1927 soll um die Jahresmitte 2013 abgeschlossen sein. Sie steht in der Kleefelder Buchhandlung dann zum Verkauf bereit.