Zur aktuellen Flüchtlingssituation im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld

Stadtbezirksbürgermeister Henning Hofmann

In der Landeshauptstadt Hannover sind zum Stand 28.02.2018 insgesamt 3.916 Personen untergebracht. 

Auf dieser Seite wird die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Stadtbezirk 4 Buchholz-Kleefeld in Zahlen gegossen, so, wie sie der Stadtbezirksrat Buchholz-Kleefeld monatlich von der Stadtbezirksmanagerin erhält. Der letzte aktuell bekannte Stand fußt auf dem genehmigten Protokoll der Stadtbezirksratssitzung vom 8. März 2018.

Der aktuell neueste Bericht:
Sachstandsbericht Flüchtlinge im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld
Frau Rembecki berichtete, dass zum Stand 28.02.2018 in den Unterkünften im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld Am Annateich und in den Modulanlagen Feodor-Lynen-Straße und Baumschulenallee 164 Personen untergebracht seien.

Im Detail:

Am Annateich
Am Annateich leben 28 Personen, davon 2 Kinder im Alter von 0 bis 17 Jahren. Die Geschlechteraufteilung sei wie folgt: 11 Personen weiblich, 17 Personen männlich. Es leben dort Menschen aus 13 Nationen zusammen, die am meisten vertretenen Nationen seien Kosovo, Somalia, Syrien und Iran. Aufgrund des Wasserschadens seien weiterhin nicht alle Plätze belegbar. Mit dem ehemaligen Betreiber erfolge die Klärung der komplexen Schadenslage. Von der Klärung der Schadensursache sei abhängig, wer den Schaden zu beheben bzw. die Kosten hierfür zu tragen habe.

Modulanlage Feodor-Lynen-Straße
In der Modulanlage Feodor-Lynen-Straße 3 A – D leben 112 Personen, davon 39 Kinder im Alter von 0 bis 17 Jahren. Die Geschlechteraufteilung sei wie folgt: 50 Personen weiblich, 62 Personen männlich. Es leben dort Menschen aus 20 Nationen zusammen, die am meisten vertretenen Nationen seien Irak und Syrien.

Modulanlage Baumschulenallee
In der Modulanlage in der Baumschulenallee 31 A - D leben 24 Personen, davon 9 Kinder im Alter von 0 – 17 Jahren. Die Geschlechteraufteilung sei wie folgt: 11 Personen weiblich, 23 Personen männlich. Es leben dort Menschen aus 6 Nationen zusammen, die am meisten vertretene Nation sei Irak. Es sei die Gründung eines Willkommensnetzwerkes Baumschulenallee geplant. Für die Flüchtlinge, die in der Modulanlage in der Baumschulenallee 31 A-D in Groß-Buchholz untergebracht werden, werde auf Initiative von Bezirksbürgermeister Henning Hofmann ein Willkommensnetzwerk gegründet. Dieses solle die Bewohnerinnen und Bewohner über die Betreuung in der Einrichtung hinaus bedarfsorientiert unterstützen. Eingeladen seien Interessierte zur Gründungsveranstaltung des Netzwerkes am 22. März 2018 um 18 Uhr in die Unterkunft Baumschulenallee 31 A-D.

Sonstige Unterbringung
Im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld seien darüber hinaus 32 Flüchtlinge in Wohnungen untergebracht.

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Die nachfolgenden Standorte befinden sich in Planung, die Bezirksmanagerin informiert:

a.) Nußriede
Die Übergabe des Objektes Nußriede 4c/4d an die Landeshauptstadt Hannover ist erfolgt, ebenso die Möblierung. Es sollen dort ca. 80 Personen untergebracht werden. Auch hier werde es einen Tag der offenen Tür geben. Der Termin stehe noch nicht fest.

b.) Nikolaas-Tinbergen-Weg
Die Übergabe des Wohnungsneubauvorhabens für Flüchtlingsunterbringung im Nikolaas-Tinbergen-Weg an die Landeshauptstadt Hannover ist erfolgt, ebenso die Möblierung. Eine Unterbringung von ca. 80 Personen ist geplant. Durch einen massiven Wasserschaden könne nur das Haus 8 in Betrieb genommen werden. In Haus 6 seien Trocknungsmaßnahmen angelaufen. Die Inbetriebnahme der Unterkunft sei derzeit noch nicht absehbar. Es werde einen Tag der offenen Tür geben. Der Termin stehe noch nicht fest.

c.) Dorfmarkhof
Für das Wohnungsneubauvorhaben für Flüchtlingsunterbringung Dorfmarkhof sei der Bau von Gartenhofhäusern geplant. Der Baubeginn und die Unterbringung sind offen.

d.) Lathusenstraße
Der Zusatzversorgungskasse (ZVK) wurde die südliche Teilfläche der ehemaligen Kleingartenkolonie „Niedersachsen“ zum Neubau von Wohnungen vom Fachbereich Wirtschaft entgeltlich übertragen. Da es sich bei der ZVK um eine rechtlich unselbständige Einrichtung der Landeshauptstadt Hannover handele, wurde hier kein klassischer Verkauf durchgeführt, sondern nach Zahlung einer Gegenleistung, das Grundstück in das Sondervermögen der ZVK übertragen. Mit den Fäll-, Räumungs- und Bodensanierungsarbeiten wurde begonnen. Es seien rund 50 Wohnungen bis voraussichtlich 2020 geplant. Einige der Wohnungen werden vorübergehend als Wohnraum für Flüchtlinge bereitgestellt, andere werden direkt vermietet. Im Jahr 2017 wurde mit Bodensanierungsarbeiten, der Legung und dem Anschluss eines Entwässerungskanals, dem Grunderwerb, der Planung und Vorbereitung nötiger Ausschreibungen und der Abstimmung mit dem Fachbereich Planen und Stadtentwicklung begonnen. Baubeginn solle in diesem Jahr sein.

e.) Podbielskistraße / Corinthstraße
Die Modulanlage Podbielskistraße/Corinthstraße ist für die Unterbringung von ca. 70 Personen vorgesehen. Die Planung und Realisierung seien bis auf weiteres zurückgestellt.

f.) Milanstraße
An dem Standort für die Leichtbauhallen in der Milanstraße werde festgehalten. Eine Beschaffung und Aufstellung werde erst vorgenommen, wenn dies zur Schaffung erforderlicher Unterbringungskapazitäten notwendig sei.
 
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Die Nachfrage von Bezirksratsherrn Hunze, ob in Wohnungen 32 Personen leben, bejahte Frau Rembecki. Auf die Frage von Bezirksratsherrn Hunze, ob es zwischenzeitlich eine Klärung hinsichtlich der Wasserschadensregulierung in der Unterkunft Am Annateich gebe, antwortete Frau Rembecki, dass ihr davon nichts bekannt sei.